Wie alles begann
Am Dienstag, 03.12.2025 hatten wir unseren ersten Tierarzttermin mit Mimi. Ein Termin, von dem wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, wie sehr er alles verändern würde.
Seit etwa ein bis eineinhalb Wochen war nichts mehr so, wie wir es von ihr kannten. Mimi ist fünf Jahre alt – normalerweise ein kleiner Frechdachs: aufmerksam, verspielt, neugierig und immer mittendrin. Manchmal verängstigt, wenn sie unbekannte Geräusche hörte. Doch plötzlich schlief sie fast nur noch. Sie zog sich zurück, war still. Zu still. Und doch suchte sie immer ein Plätzchen in unserer Nähe. Zwar frass und trank sie noch, aber weniger als sonst – und sie hatte bereits 600 Gramm Gewicht verloren. Ein Wert, der uns den Boden unter den Füssen wegzog.
Dieser Gewichtsverlust und ihre ungewohnte Müdigkeit seit ein paar Tagen machten uns grosse Sorgen. Mimi war einfach nicht mehr sie selbst. Es tat weh, sie so zu sehen. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, liess uns nicht mehr los. Die letzten Tage hofften wir noch, dass es sich nach ein paar Tagen wieder gibt. Aber es wurde eher schlimmer als besser. Aus Sorge und mit einem schweren Gefühl im Bauch entschieden wir uns, nicht länger zu warten – und suchten den Tierarzt auf.
Tja, und das war der Moment, an dem unsere Geschichte begann – eine Geschichte, die wir uns nie gewünscht hätten, die wir aber trotzdem erzählen möchten. Für Mimi. Und für all jene, die vielleicht eines Tages an genau diesem Punkt stehen.
03.12.2025 – Der erste Tierarztbesuch
Um 14 Uhr hatten wir endlich unseren Termin bei unserer Tierärztin. Das Warten davor fühlte sich endlos an. Mit jeder Minute wuchs die Anspannung – diese Mischung aus Hoffnung, dass es etwas Harmloses sein könnte, und der Angst, eine Antwort zu bekommen, auf die man nicht vorbereitet ist.
Wir schilderten unsere Beobachtungen, erzählten von Mimis Müdigkeit, dem Gewichtsverlust, davon, dass sie einfach nicht mehr sie selbst war. Dann begann die Untersuchung: Abtasten, gründliche Kontrolle, jedes kleine Detail wurde geprüft. Mimi liess alles geduldig über sich ergehen, auch wenn man merkte, wie viel Kraft es sie kostete.
Anschliessend sollte Blut für ein grosses Blutbild abgenommen werden. Doch genau das stellte sich als schwierig heraus. Es wurde mehrfach versucht, an verschiedenen Stellen, vorsichtig, behutsam – und doch musste Mimi an mehreren Stellen rasiert werden. Jeder weitere Versuch bedeutete mehr Stress für sie. Es tat weh, ihr dabei zuzusehen, zu spüren, wie angespannt sie wurde.
Am Ende konnte nur eine kleine Menge Blut gewonnen werden. Ob sie ausreichen würde, wussten wir nicht. Trotzdem wurde die Probe vor Ort überprüft und ein Teil eingeschickt – in der Hoffnung, dass sie genug Antworten liefern würde.
Mimi war inzwischen deutlich gestresst. Also durften wir nach Hause gehen.
Später am Tag erhielten wir einen Anruf mit den ersten Ergebnissen: Bis jetzt nichts Auffälliges im Blut, lediglich der Entzündungswert war etwas erhöht.
Puuh. Für einen Moment waren wir erleichtert. Die extern eingeschickte Probe würde allerdings erst am nächsten Tag ausgewertet werden.
Zu Hause wurde Mimi ganz fest gedrückt und gestreichelt. Wir flüsterten ihr zu, dass bald alles wieder gut wird. Denn irgendwie klammert man sich in solchen Momenten an diesen Gedanken:
Es kann ja nur besser werden...
